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Auto Motor und Sport - die Zeitschrift für den Autofan
Fein fürs GrobeMitsubishi Outlander, Nissan X-Trail und Toyota RAV4 sollen dank Allradantrieb sowohl auf Asphalt als auch auf Waldwegen überzeugen. Der Vergleichstest der Zweiliter-Versionen offenbart große Unterschiede. Die zweite Generation des Toyota RAV4 muss sich mit einer ganzen Reihe von Konkurrenten herumschlagen. Dazu zählt der jüngst geliftete Nissan X-Trail ebenso wie der vor kurzem erschienene Mitsubishi Outlander. Permanent wird die Kraft allerdings nur beim RAV4 an alle Räder geleitet, auf griffigem Untergrund verteilt er jeweils 50 Prozent an Vorder- und Hinterachse. Das Antriebs-Paket des Mitsubishi Outlander versorgt vornehmlich die Vorderräder mit Kraft. Registriert die Elektronik dort Schlupf, werden die Hinterräder zugeschaltet. Nissan dagegen bietet die Möglichkeit, per Drehschalter in den Antriebsstrang einzugreifen. Gewählt werden kann zwischen reinem Vorderradantrieb und automatischer Aktivierung der hinteren Räder bei Schlupf an der Antriebsachse. Selbst ein starrer Durchtrieb mit komplett gesperrtem Mittendifferenzial ist möglich. Durch dieses Antriebskonzept ist der X-Trail seinen Mitstreitern im Gelände überlegen. Der Toyota brilliert bei den Fahreigenschaften Auf Asphalt gutes Handling und ansprechende Fahrleistungen sind Tugenden, mit denen der RAV4 auch in diesem Vergleichstest brilliert - bei den Fahrdynamik-Prüfungen ebenso wie auf gewundenen Landstraßen. Dabei bietet er die höchste Fahrsicherheit, weil er als Einziger im Test mit ESP (bei Toyota Vehicle Stability Control VSC genannt) lieferbar ist. Sein Zweiliter-Vierzylinder geht aus niedrigen Drehzahlen munter zur Sache und dreht fast so willig wie ein Zahnarztbohrer. Allerdings dröhnt der Vierventiler ab 4300/min laut. Spürbar weniger dynamisch, aber erheblich komfortabler ist man mit dem X-Trail unterwegs. Bei flotter Fahrweise schiebt er vergleichsweise stark über die Vorderräder. Die Stärke seines Motors ist weniger ausgesprochene Spritzigkeit als vielmehr Laufruhe. Er ist dabei viel durstiger als der Toyota-Vierzylinder. Der Motor des Mitsubishi Outlander dagegen läuft leise, liegt aber beim Benzinkonsum auf dem Niveau des Toyota. Der Outlander leistet sich aber andere Blößen. Ein Beispiel ist die magere Sicherheitsausstattung, wo kaum das Nötigste vorhanden ist und seitliche Kopf-Airbags nicht lieferbar sind. Wie steht es um den Transport sperriger Sportgeräte? Hier zeigt sich erneut der hohe Reifegrad des Toyota. Er macht das Beladen leicht, weil sein Kofferraum durch eine große Tür zugänglich ist, die Ladekante niedrig ist und die Öffnung breit. Einziges Manko: Die Tür ist rechts angeschlagen und öffnet aus mitteleuropäischer Sicht zur falschen Seite. In punkto Platzangebot für die Insassen gilt: Sollen vier Erwachsene auf längeren Strecken bequem reisen, kann die Wahl hier nur auf den Nissan fallen. Dass der X-Trail (23.620 Euro) diesen Vergleichstest dennoch nicht gewinnt, liegt nicht zuletzt an der unsinnigen Anordnung seiner Instrumente in der Mitte. Größere Unzulänglichkeiten offenbart freilich der Outlander (23.990 Euro), der weder Geländewagen noch Kombi ist und auch sonst mit Reizen geizt. Er hinterlässt einen farblosen Eindruck, der gar nicht zu einem potenziellen Spaßmobil passt. Der RAV4 (29.400 Euro) hingegen macht kaum Zugeständnisse und wirkt doch wie ein gelungener Kompromiss. |